Hi! Danke für Deinen Besuch! In diesem Artikel geht es um eine
Möglichkeit fließend Japanisch zu lernen ohne Kurse zu besuchen,
Lehrbücher durchzuackern, teure Software zu kaufen oder sich auf
„Bezahlwebseiten“ anmelden zu müssen. Es geht vielmehr darum all das zu
tun, was einem Spaß macht und über Anime, Manga, Computerspiele und Co.
zu einem sehr natürlichen Japanisch-Level zu gelangen.
Im Prinzip
orientiert sich das gesamte hier beschriebene Konzept daran, die
„Lernumgebung“ eines Kindes zu simulieren. Eines japanischen Kindes
versteht sich (Obwohl man alles Gesagte ziemlich sicher auf jede andere
Sprache anwenden kann).
Ich bin Mario, euer Gastgeber. Vor einer gefühlten Ewigkeit (etwa
2004) begann ich Japanisch zu lernen. Ich war von Anfang an extrem
fasziniert von dieser Sprache (zuvor war ich schon lange Zeit mindestens
ebenso, wenn nicht noch mehr, fasziniert von Japan selbst). So begann
ich hochmotiviert im Selbststudium mit „modernen“ Lehrbüchern zu
arbeiten, besuchte später den Japanisch-Grundlagenkurs an meiner Uni und
lernte in meiner Freizeit weiter mit den erworbenen Büchern. Schnell
war ich einer der Besten im Kurs. Es folgten ein Sprach-Tandem und
japanische Anime mit englischen Untertiteln. Nach mittlerweile 3 Jahren
wusste ich, dass ich in Japan „überleben“ könnte. 2008 kam dann der
Schock, der meine latenten Befürchtungen wahr werden ließ.
Ein Monat
Japan-Aufenthalt offenbarte, dass ich nach mittlerweile 4 Jahren
Japanisch-Lernen eigentlich gar nichts konnte. Ich konnte mich weder
fließend ausdrücken, noch japanisches TV verstehen noch irgendeinen
„Nicht-Lehrbuchtext“ fließend lesen. Glücklicherweise motivierte mich
das, den gesamten bisherigen Lernprozess in Frage zu stellen und nach
Alternativen zum schulischen und Lehrbuch-Lernen zu suchen. Dabei stieß
ich auf mehrere sehr interessante englisch-sprachige Quellen, die sich
um das Erlernen von Sprachen allgemein, Japanisch im Speziellen und auch
dem Lernen allgemein widmeten. Ich verbrachte zwei Wochen lang
(mittlerweile schon in den Arbeitsmühlen der „Realität“ angekommen) jede
freie Minute mit dem Studium dieser Quellen und kopierte mir dreist die
besten Ansätze zu meinem eigenen Weg zusammen. Im März 2009 war es dann
soweit und ich startete den Selbstversuch mit dieser Art des Lernens.
Es gibt dabei keinen „exakt“ vorgeschriebenen Weg. Die Idee kann je nach
Lebenslage sehr gut modifiziert werden. Die besten/schnellsten
Ergebnisse sind zwar bei Studenten zu erwarten, dennoch lässt sich das
gesamte Konzept genauso auf Schüler, die arbeitende Bevölkerung oder
auch Rentner modifizieren.
Einzige Voraussetzungen für die Umsetzung dieser Methode sind:
1.Du liebst Japan und Japanisch über alles (oder bist gerade dabei Dich zu verlieben).
2.Du glaubst fest daran, fließend Japanisch sprechen zu können.
Damit kann man sowohl als blutiger Anfänger oder auch als mit mehr
oder weniger intensiven Vorkenntnissen behafteter Fortgeschrittener mit
Hilfe dieser Technik richtig „durchstarten“.
Ob das alles nicht nur totaler Quatsch ist, wird sich in den
kommenden Monaten zeigen. Ich befinde mich aktuell im 10. Monat des
Experiments und habe jetzt schon ein Level erreicht, dass ich mir in den
ersten 4 Jahren meiner „Japanisch-Odyssee“ nicht erträumt hätte.
Aktuell glaube ich in weiteren 10 Monaten fließend Japanisch sprechen zu
können, ohne dabei in dieser Zeit jemals in Japan gewesen zu sein.
Das „Native-Level“ wird bei meinen aktuellen Arbeitszeiten eventuell
noch ein bisschen länger dauern. Aber ich muss mich ja nur jeden Tag
daran erinnern, wieviel ich in den ersten 4 Jahren gelernt habe und wie
weit ich jetzt schon nach 10 Monaten gekommen bin. Enorm!